ÜBERSICHT

ZH
27. 04. 2018
Bei Bom­ben­ent­schär­fung im Ein­satz
HAUPT­VER­SAMM­LUNG Viel­fäl­ti­ge Auf­ga­ben des DRK-Orts­ver­ban­des Gre­ben­hain / De­fi­bril­la­to­ren für al­le Orts­tei­le

Von Er­ich Stock

GRE­BEN­HAIN . Mit ei­nem nicht un­er­he­bli­chen Mit­tel­auf­wand schaff­te der DRK-Orts­ver­band Gre­ben­hain im letz­ten Jahr ei­nen De­fi­bril­la­tor an, der im Foy­er der Spar­kas­sen­zweigs­tel­le un­ter­ge­bracht ist. Da­mit die le­bens­ret­ten­de Tech­nik sach­ge­recht ein­ge­setzt wer­den kann, bo­ten die DRK’ler der Be­völ­ke­rung die Mög­lich­keit, den Ein­satz des De­fi­bril­la­tors zu üben. Doch nur sechs Per­so­nen nah­men das An­ge­bot an. Dies er­fuh­ren die Mit­glie­der bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung des DRK-Orts­ver­ban­des Gre­ben­hain.

Aber der Vor­stand will wei­ter­hin die­ses An­ge­bot an die Be­völ­ke­rung ma­chen, denn nach und nach wer­den wohl De­fi­bril­la­to­ren in al­len Orts­tei­len sta­tio­niert wer­den. Ob­wohl die­se re­la­tiv ein­fach zu be­die­nen sind, kann ei­ne Ein­wei­sung bei ei­nem Ein­satz sehr hilf­reich sein. DRK-Vor­sit­zen­der Se­bas­ti­an Stang ging in sei­nem Jah­res­be­richt da­rauf ein und er­wähn­te wei­ter­hin die Nach­zah­lung für Strom­kos­ten, wo­bei ein Vor­wärm­ge­rät im Ret­tungs­wa­gen für den hö­he­ren Strom­ver­brauch ver­ant­wort­lich war. Auch mit Re­pa­ra­tu­ren an Fahr­zeu­gen be­schäf­tig­te sich der Vor­stand. Die Mit­glie­der wa­ren flei­ßig beim Strei­chen der Räum­lich­kei­ten. An­ge­schafft wur­den Ru­cksä­cke und ein Ma­te­ri­al­schrank. Da­mit die wich­ti­ge Ar­beit des DRK auch zu­künf­tig an­ge­bo­ten wer­den kann, ist die Mit­glie­der­wer­bung un­ab­ding­bar.

Die stell­ver­tre­ten­de Be­reit­schafts­füh­re­rin Ivon­ne Ba­ckes nann­te 31 Ak­ti­ve Mit­glie­der in der Be­reit­schaft und ver­wies auf ei­nen Ein­satz, bei dem ei­ne Be­treu­ung ge­leis­tet wur­de, um die Zeit zu über­brü­cken, bis der Pfle­ge­dienst über­neh­men konn­te. Ein wei­te­rer Ein­satz war bei der Bom­ben­ent­schär­fung in Frank­furt. Durch den Sa­ni­täts­dienst wur­den 28 Ein­sät­ze pro­fes­sio­nell ab­ge­ar­bei­tet und da­bei 134 Be­hand­lun­gen und sechs ret­tungs­dienst­li­che Trans­por­te durch­ge­führt. Die meis­ten der 3323 Hel­fers­tun­den wur­den für die Aus­bil­dung ver­wen­det. Wei­ter­hin wur­den vier Blut­spen­de­ter­mi­ne mit 460 Teil­neh­mern durch­ge­führt und im Rah­men der vie­len Tä­tig­kei­ten wur­den von den Mit­glie­dern ins­ge­samt 8301 Stun­den eh­ren­amt­li­che Ar­beit ver­rich­tet. Mit den Fahr­zeu­gen wur­den 7145 Ki­lo­me­ter zu­rück­ge­legt.

Aus dem Be­reich des Ju­gend­rot­kreu­zes be­rich­te­te Mi­cha­el Schad. Er nann­te 15 ak­ti­ve Mit­glie­der. 2017 wur­den im Be­reich der Not­fall­dar­stel­lung und der JRK-Grup­pen­ar­beit mehr als 930 Stun­den, un­ab­hän­gig von Be­reit­schafts­ak­ti­vi­tä­ten, ge­leis­tet. Die Ju­gend­li­chen be­fass­ten sich mit den The­men Er­ste Hil­fe und wei­ter­füh­ren­de Maß­nah­men. Der rich­ti­ge Um­gang mit Ma­te­ri­al und Hilfs­mit­teln wur­de ge­übt, au­ßer­dem be­fass­te man sich mit Da­ten­schutz und Pa­ti­en­ten­do­ku­men­ta­ti­on so­wie mit dem Um­gang mit An­hän­ge- und Aus­weis­kar­ten.

DRK-Kreis­vor­sit­zen­der Bern­hard Zieg­ler ehr­te Sa­scha Opitz für fünf Jah­re ak­ti­ven Dienst und für 15 Jah­re An­dre­as Mül­ler. Ih­re Eh­rung für fünf Jah­re ak­ti­ven Dienst be­kom­men Mat­thi­as Möt­zung, Chris­ti­an Haus­mann, Paul We­ber und Phi­lipp Mül­ler nach­ge­reicht. Bern­hard Zieg­ler sah es als wich­tig an, dass der Um­gang mit dem De­fi­bril­la­tor ge­übt wer­den soll­te. Aber auch die Zeit, bis das Ge­rät zum Ein­satz kom­men kann, müs­se über­brückt wer­den.

Kreis­be­reit­schafts­lei­te­rin Bi­an­ca Muth stell­te fest, dass nur durch die Un­ter­stüt­zung der Ak­ti­ven das DRK wei­ter der ver­läss­li­che Part­ner sein kön­ne. Des­halb sei es wich­tig, auch die an­ge­bo­te­nen Wei­ter­bil­dun­gen zu be­su­chen. DRK-Ge­schäfts­füh­rer Ralf Di­ckel dank­te den Aus­bil­dern, die ins­ge­samt 222 Er­ste-Hil­fe-Kur­se ab­ge­hal­ten ha­ben und da­bei 2224 Teil­neh­mer zu ver­zeich­nen hat­ten, was ge­gen­über dem Vor­jahr ei­ne Stei­ge­rung um 361 be­deu­te. Der stell­ver­tre­ten­de Ge­mein­de­brand­in­spek­tor Bernd Klein dank­te für die gu­te Zu­sam­men­ar­beit und wünsch­te sich viel­leicht die ei­ne oder an­de­re ge­mein­sa­me Übung, was aber im Hin­blick auf die ge­leis­te­ten Stun­den ver­ständ­li­cher­wei­se nicht im­mer um­zu­set­zen sei.